Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Ernährungsberater in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Ketonkörper – die häufigsten Fragen und Antworten

Ketonkörper – die häufigsten Fragen und Antworten

Ketonkörper werden gebildet, wenn der Körper in die sogenannte Ketose gerät. Hierbei handelt es sich um eine bestimmte Form des Stoffwechsels, bei der die Zellen anders arbeiten als gewöhnlich. Viele Menschen nutzen die ketogene Ernährungsweise, durch die eine gezielte Ketose erreicht wird, um abzunehmen. Wie Ketonkörper gebildet werden und wie die Prozesse dahinter, beispielsweise die Ketolyse und die Synthese der Fettsäuren ablaufen, erfährst du in diesem Artikel.

Was versteht man unter einem Ketonkörper?

Ein Ketonkörper ist ein vom Gehirn gebildeter Energielieferant, welchen der Körper aus Fetten gewinnt. Üblicherweise zieht der Körper seine Energie aus Zucker, also aus Glucose. Fehlt ihm jedoch diese Energiequelle, so muss der Körper auf andere Mechanismen zurückgreifen. Deshalb ergibt sich die Synthese von Fettsäuren und es entstehen Ketonkörper.

Wie entstehen Ketonkörper und was versteht man unter der Ketose?

Die Ketose ist ein Zustand des Körpers, bei dem dieser seine Energie aus Fettsäuren gewinnt. Wie im vorherigen Abschnitt bereits erklärt, zieht der Körper im Allgemeinen seine Energie aus Glucose. Ist die Konzentration von Kohlenhydraten jedoch zu gering, muss sich der Körper einer anderen Synthese bedienen. Er leitet dann die sogenannte Ketolyse ein und beginnt mit dem Abbau von Fett, indem er dieses in der Leber in Ketonkörper umwandelt. Durch den dadurch angeregten Abbau von Fettgewebe erfolgt mit dieser Ernährungsform oft eine Gewichtsabnahme. Wenn der Körper diesen Prozess eingeleitet und die ersten Ketonkörper gebildet hat, spricht man von der Ketose.

Welche Vorteile hat es, wenn man die Konzentration der Kohlenhydrate gering hält und sich hauptsächlich von Fettsäuren ernährt?

Die meisten Menschen nutzen die ketogene Ernährung zum Abnehmen. Dadurch, dass der Körper seine Energie aus den Fettsäuren gewinnt, werden Fettzellen verbrannt. Somit werden die Fettsäuren nicht eingelagert und man setzt weniger schnell Fettpolster an. Der Eiweissgehalt in der ketogenen Ernährung ist moderat, sodass die Muskeln weitestgehend erhalten bleiben. Der Körper wird einzig und allein durch die Verwendung des anderen Kraftstoffs für die Zellen dazu gezwungen, Ketonkörper zu bilden und somit eine andere Art der Fettverbrennung zu wählen. Es dauert jedoch einige Zeit, bis der Stoffwechsel vollständig umgestellt ist und tatsächlich ein Zustand der Ketose erreicht ist.

Wann beginnt der Zustand der Ketose?

Es kann unterschiedlich lange dauern, bis du den Zustand der Ketose erreichst. Dies hängt zum einen von der Konzentration der Kohlenhydrate in deiner Nahrung vor der Ernährungstherapie ab, ist aber auch von Person zu Person unterschiedlich. So spielen hier dein allgemeiner Gesundheitsstatus, dein Alter und weitere genetische Faktoren eine Rolle. Während bei dem einen die Ketose nach nur ein bis zwei Tagen erreicht ist, so kann es bei anderen Menschen ein bis zwei Wochen dauern.

Kann man anhand des Urins feststellen, ob sich der Körper in einer Ketose befindet?

Ja. Mithilfe eines Urinstäbchens kannst du ganz schnell und einfach feststellen, ob du dich in der Ketose befindest. Der Körper spült die Ketonkörper, die während der ketogenen Ernährung gebildet werden, in den ersten Wochen aus. Zwar erfährst du durch diesen Urintest nicht, wie viele Ketonkörper du gebildet hast, allerdings gibt ein Urintest sicheren Aufschluss darüber, ob du dich in der Ketose befindest oder nicht. Sofern dies der Fall ist, lassen sich im Urin Ketonkörper nachweisen.

Sind die Bildung von Ketonkörpern und der dadurch bedingte Abbau von Fett gesundheitsschädlich?

Die Bildung von Ketonkörpern an sich schädigt deine Gesundheit nicht. Jedoch solltest du bezüglich deiner Gesundheit beachten, dass eine ketogene Ernährung in der Medizin nicht unbedingt empfohlen wird. Dies liegt zum einen daran, dass du dich bei der ketogenen Ernährung hauptsächlich von Fetten ernährst. Ein Grossteil deiner Ernährung besteht somit aus gesättigten Fettsäuren, die Herzerkrankungen begünstigen. Darüber hinaus kann diese Ernährungsform zu einem Nährstoffmangel führen, da du dich bei der ketogenen Ernährung eher einseitig ernährst. Auch Leber und Nieren leiden unter Umständen darunter. Nicht zuletzt fühlst du dich gerade in den ersten Tagen einer ketogenen Diät vermutlich alles andere als fit. Du solltest diese Ernährungsform in jedem Fall abbrechen, sofern starke Nebenwirkungen oder Symptome auftreten. Besprich eine solche Ernährungsform am besten zuvor mit deinem Arzt. Um abzunehmen, kannst du auch andere Wege wählen. Hier helfen auch Fitness, Fasten oder weitere Diätformen wie beispielsweise die Insulin-Trennkost.

Welche Lebensmittel führen zu einer Bildung von Ketonkörpern und welche nicht?

Zu den Lebensmitteln der ketogenen Ernährung gehören:

  • Eier
  • Fisch, z. B. Lachs, Forelle oder Thunfisch
  • Fleisch, z. B. Hähnchen, Schinken, Pute
  • Milch und Milchprodukte
  • Käse, Sahne oder Butter
  • Nüsse und Samen
  • kohlenhydratarme Gemüsesorten wie Spinat, Salat, Gurken oder Tomaten
  • Öle, z. B. Lein- oder Olivenöl

Bei der ketogenen Diät werden diese Lebensmittel eher vermieden:

  • Früchte (ausser Beeren)
  • Getreideprodukte wie Brot, Pasta, Kartoffeln oder Haferflocken
  • Knollen- und Wurzelgemüse
  • Hülsenfrüchte
  • Süssigkeiten

Der Ernährungsberatungsvergleich für die Schweiz. Finde die besten Ernährungsberater in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Die Mittelmeerdiät: Eine gesunde und ausgewogene Küche für mehr Wohlbefinden

Du verbringst deinen Urlaub gerne in südlichen Gefilden und bevorzugst Länder wie Italien oder Griechenland? Dann hast du sicher auch schon die landestypische Küche kennengelernt. Fangfrischer Fisch, Obst, Gemüse und hochwertiges Olivenöl stehen hier täglich auf dem Speiseplan. Der Vorteil: Diese Gerichte sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Diese Vorzüge macht sich die Mittelmeerdiät zunutze. Möchtest du sie ausprobieren, leistest du einen wichtigen Beitrag zu einem gesunden Körper und wirst ganz nebenbei noch überflüssige Kilos los.

Purinarme Ernährung: Bei Gicht besonders wichtig

Bei dir wurde die Krankheit Gicht diagnostiziert? Dann solltest du deine Essgewohnheiten ändern und auf eine purinarme Ernährung achten. Das bedeutet, dass du auf Fleisch und Innereien ebenso verzichtest wie auf Hülsenfrüchte und Alkohol. So sorgst du dafür, dass sich dein Harnsäurespiegel wieder im Normalbereich bewegt und die Symptome der Gicht dich im Alltag nicht einschränken. Eine abwechslungsreiche und gesunde Kost mit viel Obst und Gemüse ist bei Gicht besonders zu empfehlen.

Reisdiät: Schnelle Abnehmerfolge garantiert

Du möchtest Gewicht verlieren und dabei auf eine bekannte Monodiät setzen? Dann probiere einmal die Reisdiät aus. Sie mag in der ersten Woche ein wenig eintönig erscheinen, da ausser Reis nicht viel mehr Zutaten zu einer Mahlzeit gehören. Durch die geringe Kalorienzufuhr und das Ausschwemmen von Wasser wirst du aber schnell erste Abnehmerfolge erzielen. Bis zu drei Kilogramm innerhalb von vier Tagen verspricht die Reisdiät. Natürlich hat die Diät nicht nur Vorteile, denn jede Art der Monodiät hat auch Nachteile. Die hauptsächliche Gefahr ist, dass du deinem Körper nicht alle erforderlichen Vitamine und Mineralstoffe zuführst.