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Alkalose: alles über die Störung des Säure-Basen-Haushalts, ihre Ursachen und Auswirkungen

Die Alkalose ist eine Erkrankung, die mit Störungen des Säure-Basen-Haushalts einhergeht, sodass der optimale pH-Wert des Körpers aus dem Gleichgewicht gerät. Greifen die natürlichen Kompensationsmechanismen im Blut nicht mehr, kann das schwere Symptome und Komplikationen nach sich ziehen. Was die häufigsten Ursachen sind, woran du die Krankheit erkennst, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und viele weitere interessante Fakten zum Thema haben wir nachfolgend für dich zusammengestellt.

Was für eine Art Erkrankung ist die Alkalose?

Der ideale pH-Wert des Blutes sollte zwischen 7,35 und 7,45 liegen. Bei einer Alkalose oder auch Alkaliämie liegt der Wert oberhalb von 7,45. Das Blut ist damit basischer, als es eigentlich sein sollte. Dein Blut verfügt über ein komplexes Puffersystem, dem sogenannten Blutpuffer. Dieser sorgt dafür, dass leichte Schwankungen ausgeglichen werden können. Bei dieser Erkrankung liegt eine Störung des Säure-Basen-Haushalts vor, wodurch die Kompensation nicht mehr funktionieren kann oder ausreichend ist.

Warum sollte das Blut einen leicht basischen pH-Wert haben?

Die Funktionsweise des Körpers ist sehr komplex und die Stoffwechselprozesse sind genau aufeinander abgestimmt. Viele Zellen, Proteine und damit auch Enzyme können nur unter ganz bestimmten Bedingungen arbeiten. Temperatur- oder pH-Wert Abweichungen können den Stoffwechsel und die Funktionsweise stark beeinträchtigen oder sogar zum Absterben von Zellen führen. So sind pH-Werte im Blut oberhalb von 7,7 bereits für den Menschen tödlich.

Welche Ursachen kann die Störung des Säure-Basen-Haushalts haben?

Als mögliche Ursachen für eine Störung des Säure-Basen-Haushalts im Blut kommen verschiedene Faktoren in Frage. Man unterscheidet bei dieser Erkrankung grob zwei Varianten:

  1. Metabolische Alkalose: Die Ursache liegt hier im Metabolismus, also dem Stoffwechsel des Körpers. Für den Säure-Basen-Ausgleich spielen die Nieren eine entscheidende Rolle. Erkrankungen und Stoffwechselbeeinträchtigungen der Niere kommen daher als Ursache in Frage. Darüber hinaus kann auch die übermässiger Einnahme von Diuretika, also harntreibenden Medikamenten, ein Ungleichgewicht des Säure-Basen-Haushalts auftreten. Ein Kaliummangel ist ebenfalls ein möglicher Grund für einen Anstieg des pH-Werts im Blut. Schliesslich kann zu starkes oder häufiges Erbrechen zu einem übermässigen Verlust an Säuren, insbesondere Chlorid, führen, was ebenfalls erhöhte alkalische Werte im Körper verursachen kann.
  2. Respiratorische Alkalose: Bei dieser Variante steht die Respiration, also die Atmung, als Auslöser im Vordergrund. Die Hauptursache ist die Hyperventilation, die häufig durch Panik oder andere psychische Belastungen verursacht wird. Eine Hyperventilation kann aber auch ein Symptom für verschiedene Erkrankungen sein, wie zum Beispiel Leberzirrhose, Gehirnentzündung oder Lungenkrankheiten. Sie tritt häufig auch während eines Asthmaanfalls auf. Hyperventiliert eine Person, dann nimmt sie übermässig Sauerstoff in die Blutbahn auf und atmet sehr viel Kohlenstoffdioxid über die Lungen aus. Kohlendioxid ist jedoch an der Regulation des pH-Werts beteiligt. Verliert der Körper zu viel davon, wird das Blut schliesslich basisch. Zur Kompensation dieses Verlustes muss der Körper nun auf Calcium zurückgreifen. Wodurch es langfristig zu Calciummangel und den entsprechenden Symptomen kommen kann.

Was sind typische Symptome bei Alkalose?

Bei einer Alkalose können sich folgende Symptome zeigen, die teilweise lebensbedrohlich sind:

  • Herzrasen und Herzrhythmusstörungen
  • Schwankungen des Blutdrucks
  • Schwindel
  • Schwächegefühl oder Kraftlosigkeit
  • Konzentrationsschwierigkeiten und Verwirrtheit
  • Hitzeentwicklung und starkes Schwitzen
  • Missempfindungen in Händen und Füssen
  • Muskelkrämpfe, markant ist dabei die sogenannte Pfötchenstellung; bei den Betroffenen verkrampfen die Finger, sodass die Hand an eine Tierpfote erinnert
  • Vorrübergehende Lähmungserscheinungen
  • Hyperventilation ist eine mögliche Ursache, kann aber auch gleichzeitig ein Symptom sein in Kombination mit Atemnot

Wann sollte ich zum Arzt gehen?

Da eine Alkalose ohne Behandlung schwere Komplikationen nach sich ziehen kann, sollte sie in jedem Fall von einem Arzt behandelt werden. Das gilt besonders, wenn sich die ersten Symptome zeigen. Denn in der Regel greifen die Kompensationsmechanismen des Körpers soweit ein, dass sie leichte Schwankungen, wie sie bei körperlicher Aktivität oder Stress entstehen könnten, gut ausgleichen. Wenn sich jedoch Symptome bemerkbar machen, kann dies ein Hinweis für eine ernste Erkrankung sein. Bei einem akuten Notfall und schweren Symptomen solltest du sogar den Notarzt benachrichtigen. Die Diagnose stellt der Arzt leicht anhand der Symptome. Darüber hinaus bietet eine Blutuntersuchung Aufschluss über den Schweregrad. Die Blutgasuntersuchung gibt Auskunft über pH-Werte, Bikarbonat-, Kalium- und Chloridkonzentration im Blut.

Welche Therapiemöglichkeiten gibt es?

Die Behandlung richtet sich bei der Alkalose stets nach der Ursache. Ist der Grund hierfür zum Beispiel die übermässige Einnahme von Diuretika, muss das Medikament umgehend abgesetzt werden. Wenn der Betroffene jedoch auf die Einnahme solcher Präparate angewiesen ist, muss der Arzt nach einem alternativen Präparat suchen, das den Kalium-Spiegel weniger beeinflusst. Zur kurzfristigen Behandlung und in Notfällen zur Behebung der Symptome kann eine Infusion mit einer Kochsalzlösung und Kalium helfen, den Säure-Basen-Haushalt wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Bei der respiratorischen Alkalose kann eine Rückatmung in eine Papiertüte kurzfristig und in akuten Fällen gegen das Hyperventilieren helfen. Langfristig gilt es auch hier die Grunderkrankung zu behandeln. Wenn die Störung auf ein psychisches Problem zurückzuführen ist, kann zum Beispiel eine Psychotherapie gegen Panikattacken und ihre Auswirkungen helfen.

Wie ist die Prognose bei Alkalose?

Wenn die Störung rechtzeitig erkannt und behandelt wird, haben Betroffene in der Regel keine langfristigen Beeinträchtigungen oder Komplikationen zu befürchten. Bei einer metabolischen Alkalose kann es in chronischen Fällen jedoch sinnvoll sein, die pH-Werte in regelmässigen Abständen zu kontrollieren.

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