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Basische Ernährung: Funktionsweise und Vorteile des Ernährungstrends

Basische Ernährung: Funktionsweise und Vorteile des Ernährungstrends

Die Nahrung, die wir täglich aufnehmen, beeinflusst nicht nur unser Wohlbefinden, sondern auch unsere Leistungsfähigkeit und Gesundheit. Dabei macht uns besonders der übermässige Konsum von Fertigprodukten und tierischen Lebensmitteln anfällig gegenüber chronischen Erkrankungen, Infektionen und Zivilisationskrankheiten. Zum Glück gibt es eine Vielzahl von Ernährungskonzepten, die uns dabei helfen, unsere Ernährung langfristig zu verbessern. Ein erprobter Ansatz ist die basische Ernährung. Die smarte Ernährungsform erlebt besonders durch das beliebte Basenfasten aktuell einen wahren Boom. Doch wie funktioniert die basische Ernährung, für wen eignet sich die Ernährungsform und ist basische Ernährung alltagstauglich?

Was ist basische Ernährung?

Die basische Ernährungslehre ist ein wichtiger Bestandteil der Naturheilkunde. Im Zentrum steht ein ausgeglichener Säure-Basen-Haushalt. Bei einem gesunden Menschen beträgt der pH-Wert 7,4. Patienten, die an einer Übersäuerung leiden, haben einen niedrigeren pH-Wert. Gemäss den Prinzipien der basischen Ernährung schwächt eine Übersäuerung unseren Körper und die zugehörigen Regulationsmechanismen. Das Ungleichgewicht beeinflusst insbesondere die Nieren, die Leber und die Lungen, die dadurch stärker gefordert sind.

Welche Rolle spielt der pH-Wert bei einer basischen Ernährung?

Ein niedriger pH-Wert begünstigt einen Nährstoffmangel und hat das Potenzial, den Körper langfristig zu schädigen. So stehen ausgeprägte Krampfadern, Haarausfall, brüchige Nägel sowie die Entstehung von Osteoporose im Zusammenhang mit einer Übersäuerung des Körpers. Zudem macht sich ein verminderter pH-Wert auch noch in anderen Bereichen bemerkbar. Mögliche Symptome einer Übersäuerung sind:

  • Häufige Müdigkeit
  • Nervosität und Unruhezustände
  • Reduzierte Belastbarkeit
  • Muskel- und Gelenkbeschwerden
  • Allergien

Eine gesteigerte Nervosität sowie innere Unruhe korrelieren mit der erhöhten Ausschüttung des Stresshormons Cortisol. Das vermehrte Auftreten von Osteoporose steht wiederum in direkter Verbindung mit einem Kalziummangel, der durch eine ungesunde Ernährung entsteht.

Wie bleibt der Säure-Basen-Haushalt im Gleichgewicht?

Unser Körper verfügt über einen ausgezeichneten Kontrollmechanismus, der uns dabei hilft, den Säure-Basen-Haushalt stabil zu halten. Zur Stabilisierung bedient sich der Körper spezieller Puffer, die eine plötzlich auftretende Säureschwankung ausgleichen. Der Grossteil des Säureüberschusses wird ausgeschwemmt oder über unsere Atmung abtransportiert. Eine basische Ernährung wirkt sich positiv auf diesen Prozess aus, da der Körper weniger häufig auf seine Puffer zurückgreifen muss. Die gewonnene Energie optimiert die Stoffwechselvorgänge, verbessert die Konzentration und führt dazu, dass du weniger Schlaf benötigst.

Welche Lebensmittel wirken sauer und welche wirken basisch?

Die meisten basischen Lebensmittel haben einen pflanzlichen Ursprung. So ist die Mehrheit der Obst- und Gemüsesorten basisch. Zudem dürfen auch ungeschwefelte Trockenfrüchte, Kräuter, Keimlinge sowie hochwertige Öle und Nüsse in keiner basischen Ernährung fehlen. Als Getränke empfehlen sich Mineralwässer, Sauermilchprodukte, Naturmolke oder basenbildende Tees. Bei allen anderen Lebensmitteln gilt Zurückhaltung. Als besonders problematisch gelten Lebensmittel mit einem hohen Gehalt an Eiweiss und Zucker wie beispielsweise:

  • Fleisch, Fisch und Wurstprodukte
  • Eier und Käse
  • Süssigkeiten
  • Alkohol
  • Kaffee und schwarzer Tee
  • Fertigprodukte
  • Produkte mit raffiniertem Zucker

Eine beliebte Alternative zu Süssigkeiten sind Fruchtsäfte oder Smoothies. Zudem lassen sich Getreide aus Weissmehl im Speiseplan einfach durch Vollkornprodukte oder glutenfreie Produkte ersetzen. Eine Ausnahme bilden ferner Butter und Sahne in Bioqualität. Beide Lebensmittel gelten nicht als säurebildend und sind somit wichtige Bausteine einer jeden basischen Ernährung.

Wie lässt sich die Gesundheit mit basischer Ernährung verbessern?

Eine basische Ernährung stärkt den Organismus. Dabei ist bei einer basischen Diät auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr zu achten. Besonders basische Getränke wie Wasser oder Kräutertees schonen die Niere nachhaltig. Die überwiegend pflanzliche Ernährung entlastet jedoch auch den Darm und die Lymphe und ermöglicht eine dauerhafte Gewichtsabnahme. Durch die ausreichende Versorgung mit Mineralien, Spurenelementen und Aminosäuren verbessert sich gleichzeitig das Hautbild. Wenn du deine Ernährung über mehrere Wochen und Monate umstellst, wirst du daher feststellen, dass dein Bindegewebe sowie deine Nägel und deine Haare stärker werden und dass du über mehr Energie im Alltag verfügst.

Welche Auswirkungen hat eine Übersäuerung auf unseren Körper?

Ein chronisch übersäuerter Körper ist ein guter Nährboden für Krankheiten. Zudem fördert eine Übersäuerung allerhand kosmetische Probleme und Lifestyle-Krankheiten. Zu den bekanntesten Beeinträchtigungen einer Säurebelastung zählen Cellulitis, Hautausschläge, Altersflecken und Pilzerkrankungen. Eine Übersäuerung wirkt sich ferner auch günstig auf die Entstehung von Bluthochdruck und Arteriosklerose aus.

Welche Tipps aus der basischen Ernährung stärken den Organismus besonders?

Basische Lebensmittel verbessern die Balance und versorgen den Körper gleichzeitig mit allen wichtigen Nährstoffen und Mineralien. Zudem fördert die Ernährungsform das innere Gleichgewicht und schont dank leicht verdaulicher Lebensmittel deinen Organismus. Als Faustregel gilt hierbei, etwa 70 Prozent der notwendigen Energie aus basischen Lebensmitteln zu ziehen. Für bestmögliche Ergebnisse ist es überdies ratsam, beim Einkauf der Lebensmittel auf Frische und Regionalität zu achten. Um einer Säurebelastung entgegenzuwirken, gibt es in der basischen Ernährungslehre auch einige Lebensmittel, die ganz besonders positiv auf den Organismus wirken. Zu den Superstars der basischen Ernährung zählen Spinat, Sellerie, junge Möhren, Birnen, Aprikosen und Zucchini. Gepaart mit ein wenig Bewegung ist es so möglich, kleine Ernährungssünden einfach auszugleichen.

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