Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.
Bei der Denaturierung werden, ganz allgemein gesagt, Moleküle einer strukturellen Veränderung unterworfen, sodass sie in der Regel dadurch ihre Funktionsfähigkeit verlieren und nicht wiedergewinnen können. Physikalische oder chemische Einflüsse setzen eine Denaturierung in Gang und bewirken eine häufig unumkehrbare Reaktion. Wenn wir von Denaturierung sprechen, handelt es sich meist um Strukturveränderungen in Proteinen oder in der DNA. Für uns kann eine Denaturierung sowohl nützliche als auch schädliche Ergebnisse hervorbringen. Sie spielt vor allem im Bereich Ernährung und Gesundheit eine grosse Rolle.
Eine Denaturierung beginnt nicht zufällig. Es sind entweder chemische oder physikalische Faktoren nötig, um sie in Gang setzen. Diese Einflüsse werden entweder absichtlich eingesetzt, um einen gewünschten Effekt zu erzielen, oder wir sind ihnen in unserer Umgebung ausgesetzt wie zum Beispiel der Hitzeeinwirkung im Sommer. Beispiele für die äusseren Einflüsse sind unter den physikalischen Faktoren:
Zu den chemischen Faktoren gehören:
Die Faktoren müssen dabei häufig einen Schwellenwert wie eine bestimmte Temperatur oder einen bestimmten pH-Wert überschreiten, um eine Denaturierung einzuleiten. Je nach äusserem Einfluss kann anschliessend die Denaturierung wieder rückgängig gemacht werden oder eben nicht.
Kurz vorab erklärt: Ein Protein ist im Grunde eine Kette aus Aminosäuren, die verschiedene Formen annehmen kann und die allgemein in vier verschiedene Strukturen oder Bausteine unterteilt wird. Der erste Baustein ist die Primärstruktur und bezeichnet sozusagen die Reihenfolge, in der sich die Aminosäuren zu einer Kette zusammengefügt haben. Dieser Baustein ist auch der einzige, der bei einer Denaturierung nicht betroffen ist und sich nicht verändert. In der Biochemie werden die folgenden drei Proteinstrukturen wir folgt zusammengefasst:
Diese drei Proteinstrukturen werden bei der Denaturierung verändert und verlieren ihre ursprüngliche Form.
Die Reihenfolge, in der die Aminosäuren sich aneinander ketten, gehört zur Primärstruktur und wird bei der Denaturierung nicht zerstört. In manchen Fällen macht zum Beispiel die Denaturierung durch Erhitzen die körpereigene Aufnahme der Aminosäuren sogar einfacher, da die grösseren, komplexen Proteinstrukturen schon aufgelöst wurden. Manche essentiellen Aminosäuren werden bei hohen Temperaturen jedoch in ihrer Funktionalität unbrauchbar, sodass es bei hoher Hitzezufuhr einen Verlust an positiven Eigenschaften der Proteine geben kann.
Die Biochemie begegnet uns beinah täglich in Form der Denaturierung. Die Umwandlung der Eiweisse sehen wir, wenn wir ein Ei kochen, uns beim Frisör eine Dauerwelle machen lassen, wenn wir Fieber haben oder wenn wir eine Probe zur DNA-Untersuchung abgeben. Bei all diesen Vorgängen ist die Biochemie am Werk und bringt uns durch diese kleine Veränderung der Bindungen im Protein die unterschiedlichsten Ergebnisse. Die Proteinbindungen werden dabei durch Hitze, Salze, Lösungsmittel oder andere der oben genannten Einflüsse verändert.
Eine der gefährlichsten Formen der Denaturierung begegnet uns, wenn wir Fieber haben. Bei einer Temperatur von 40 Grad können noch einige der Veränderungsprozesse rückgängig gemacht werden, bei 42 Grad ist die Grenze, ab der es akut lebensbedrohlich wird. Das liegt vor allem daran, dass unsere körpereigenen Enzyme aus Proteinen bestehen, deren Wechselwirkung mit anderen Stoffen in uns lebenswichtig ist. Die Stabilität unserer Enzyme wird bei hohem Fieber gefährdet und die Denaturierung ist ein Grund, warum wir uns bei Fieber energielos und völlig erledigt fühlen.
Bei vielen Denaturierungsprozessen ist der Vorgang unumkehrbar. Ein gekochtes Ei etwa wird nicht wieder „entkocht“, wenn die Hitzeeinwirkung gestoppt und anschliessend durch Kälte ersetzt wird. Werden bei der DNA zur Untersuchung die Bindungen durch Denaturierung gelöst, kann jedoch danach der Prozess umgekehrt werden und eine Renaturierung stattfinden. Dieser „Wiederaufbau“ ist vor allem auch bei der Proteinbiosynthese unverzichtbar, da hier aus den einzelnen Aminosäuren, die wir bei der Verdauung zerlegt haben, wieder neue Proteine in den Zellen gebildet werden. Dies ist nur möglich, weil in der DNA sozusagen geschrieben steht, in welcher Reihenfolge die Aminosäureketten wieder neu verknüpft werden sollen.
Wer Krafttraining betreibt und auf Muskelaufbau Wert legt, kennt vielleicht Begriffe wie „anaboler Zustand“, „anaboles Fenster“ oder „anabole Phase“. Diese Formulierungen leiten sich vom Begriff Anabolismus ab. Er wird hier im Zusammenhang mit der Bioproteinsynthese, beziehungsweise dem Aufbau von Muskeleiweissen verwendet. Allgemein bezeichnet Anabolismus eine Reaktion des Stoffwechsels, nicht nur beim Menschen, die körpereigene Substanzen wie Muskeleiweiss, Fette, Knochensubstanz, Stoffe zur Energiegewinnung und ähnliches produziert. Das Gegenteil ist der Katabolismus, ein Geschehen, in dem chemische Verbindungen im Körper wieder abgebaut werden.
Wer ein Kind erwartet, der setzt sich ziemlich bald mit seiner Ernährung auseinander. Viele werdende Mütter fragen sich, wie sie sich während der Schwangerschaft und in der Stillzeit ernähren sollen, um ihr Kind optimal zu versorgen. In diesem Artikel beantworten wir dir daher die wichtigsten Fragen rund um das Thema Ernährung in der Schwangerschaft und der Stillzeit.
Wir wissen alle, wie wichtig Vitamine für unsere Gesundheit sind. Die Vitalstoffe kommen in zahlreichen Lebensmitteln vor, vor allem in Obst und Gemüse. Erst mit der Hilfe von Vitaminen kann der Körper richtig arbeiten und Krankheiten bekämpfen oder schon im Vorfeld verhindern. Wenn dem Körper Vitamine fehlen, so kann dies wiederum zahlreiche Beschwerden zur Folge haben. Unter diesem Aspekt ist auch die sogenannte Vitaminmangelkrankheit zu sehen. Nicht nur die Symptome eines Vitaminmangels, die sehr vielfältig sein können, sondern auch eine Reihe von weiteren Krankheiten können in ihrem Gefolge auftreten. In diesem Artikel beantworten wir alle Fragen rund um die Vitaminmangelkrankheit.
Die Alkalose ist eine Erkrankung, die mit Störungen des Säure-Basen-Haushalts einhergeht, sodass der optimale pH-Wert des Körpers aus dem Gleichgewicht gerät. Greifen die natürlichen Kompensationsmechanismen im Blut nicht mehr, kann das schwere Symptome und Komplikationen nach sich ziehen. Was die häufigsten Ursachen sind, woran du die Krankheit erkennst, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt und viele weitere interessante Fakten zum Thema haben wir nachfolgend für dich zusammengestellt.
Ganz viele Kilos abnehmen – in wenigen Wochen und am besten dauerhaft: Damit werben zahlreiche Unternehmen, Zeitschriften sowie Diät- und Fitness-Blogs. Es ist schliesslich der Traum vieler Menschen, die sich in ihrem Körper unwohl fühlen oder gesundheitlich unter den überflüssigen Pfunden leiden. Schnelles Abnehmen funktioniert kurzfristig. Es birgt jedoch einige Gefahren für die Gesundheit. Dennoch wünschen sich Betroffene praktische Fettkiller-Tipps, die die Kilos purzeln lassen und die Fettverbrennung ankurbeln. Wir zeigen dir, wie schnelles Abnehmen auch auf gesunde Weise funktioniert und wie du dein Gewicht im Alltag hältst.
Der Körper des Menschen ist nach wie vor ein Wunderwerk. In jedem von uns spielen sich Tag für Tag unzählige Prozesse ab, von denen jeder einzelne wichtig für das Überleben ist. Durch diese anhaltende Fleissarbeit der Zellen schafft sich der Körper seine eigene Regulierung des Haushalts und bleibt gesund und in bester Form. Eines dieser Produkte, die im Inneren des Menschen hergestellt werden, ist Cystein. Cysteine sind Aminosäuren, die zusammen mit anderen Aminosäuren unter anderem für die Bildung von Knochen und Haut, aber auch für die Entwicklung von Nervenzellen sorgen. Wie das vor sich geht, erfährst du hier.