Leider unterstützen wir Internet Explorer nicht mehr.

Bitte verwenden Sie Microsoft Edge, Google Chrome oder Firefox.

Finde die besten Ernährungsberater in deiner Nähe
>
Ratgeber-Übersicht
>
Der Elektrolythaushalt des Körpers – alles zu Definition und Regulation

Der Elektrolythaushalt des Körpers – alles zu Definition und Regulation

Der Elektrolythaushalt ist eng mit dem Wasserhaushalt des Körpers verbunden. Eine Verschiebung der Elektrolyte kann zu einer Änderung der Wasserverteilung führen. Strömt zum Beispiel zu viel Wasser mittels Diffusion in die Zellen ein, sind Zellschwellungen oder das Platzen der Zellen die Folgen. Zudem können ein Überschuss oder ein Mangel an Elektrolyten die körperliche Leistungsfähigkeit beeinträchtigen, Krankheitssymptome auslösen oder zu Folgeerkrankungen führen. Elektrolytstörungen können ernährungsbedingt auftreten oder durch Grunderkrankungen verursacht werden. Das Wichtigste zum Elektrolythaushalt erfährst du hier.

Was ist der Elektrolythaushalt des Körpers?

Bei dem Elektrolythaushalt des Körpers handelt es sich um das Gleichgewicht, das zwischen den Elektrolyten in den Zellen und den Elektrolyten ausserhalb der Zellen besteht. Durch dieses Gleichgewicht wird der Wasserhaushalt des Körpers ebenso reguliert, wie der pH-Wert des Blutes sowie die Erregbarkeit von Muskel- und Nervenzellen. Natrium- und Kalium-Ionen sind zum Beispiel wichtige Elektrolyte, die das Membranpotenzial von Zellen beeinflussen.

Was sind Ionen?

Ionen sind positiv oder negativ geladene Teilchen (gelöste Salze), die in wässrigen Lösungen vorkommen. Positiv geladene Teilchen werden als Kationen bezeichnet, negativ geladene als Anionen. Der Körper besteht zu 60 bis 70 Prozent aus Wasser. Der überwiegende Teil des Wassers (etwa zwei Drittel) befindet sich innerhalb der Zellen. Der Rest verteilt sich auf die extrazellulären Bereiche wie die Blutgefässe und den Raum zwischen den Zellen. Die Elektrolyte des Körpers sind Ionen, die in diesen Kompartimenten in bestimmten Konzentrationen vorliegen. Die Konzentrationsunterschiede für die einzelnen Ionen zwischen den verschiedenen Bereichen sind essenziell für die physiologische Funktion des Körpers. Gerät das Gleichgewicht durcheinander, können Krankheiten entstehen.

Welche Elektrolyte ausser Natrium und Kalium gibt es?

Natrium und Kalium gehören zu den positiv geladenen Teilchen. Weitere Kationen, die zum Elektrolythaushalt des Körpers beitragen, sind Kalzium und Magnesium. Während es sich bei Natrium und Kalium um einfach positiv geladene Ionen handelt, tragen Kalzium und Magnesium in der Lösung eine zweifach positive Ladung. Anionen, die als Elektrolyte eine Rolle spielen, sind Chlorid, Bikarbonat und Phosphat. Kalium und Phosphat befinden sich grösstenteils in der Zelle, während Natrium, Bikarbonat und Chlorid im Körper vor allem extrazellulär auftreten. Über die Ionenkonzentration wird auch der Wassergehalt des Körpers reguliert. Bei Konzentrationsverschiebungen kann sich die Verteilung des Wassers auf die verschiedenen Kompartimente ändern.

Wie wird der Elektrolythaushalt reguliert?

Damit die Elektrolyte in den verschiedenen Kompartimenten ihre physiologischen Konzentrationen beibehalten, existieren auf zellulärer Ebene Ionenpumpen. Das sind Proteine, die in den Zellmembranen sitzen und für den Ionenaustausch und -transport zwischen Intra- und Extrazellularraum sorgen. Eine solche Pumpe ist zum Beispiel die Natrium-Kalium-ATPase, die zwei Kaliumionen in die Zelle transportiert, während drei Natriumionen aus der Zelle heraus befördert werden. Auf Körperebene wird der Elektrolythaushalt über den Darm, die Nieren, die Haut und die Lunge reguliert. Mit der Nahrung und über den Darm nimmst du Wasser und Elektrolyte auf. Über die Nieren, die Haut und die Atemluft werden Elektrolyte im Überschuss ausgeschieden.

Wann benötige ich Elektrolyte?

Dein Körper benötigt Elektrolyte oder einen Elektrolytausgleich, wenn es zu einem Elektrolytmangel oder zu einer Elektrolytverschiebung gekommen ist. Mögliche Ursachen dafür sind:

  • starkes Schwitzen (Sport, hohe Aussentemperaturen, Fieber)
  • Krankheiten mit Durchfall und Erbrechen
  • einseitige Ernährung (zum Beispiel stark salzhaltige Diät)
  • Blutverlust
  • Nierenerkrankungen

Die Symptome bei Störungen des Elektrolythaushaltes variieren, je nachdem, ob es sich um einen Überschuss oder um einen Mangel an Elektrolyten handelt. Zudem kommt es darauf an, welche Elektrolyte in zu geringer oder zu hoher Konzentration vorliegen. Möchtest du wissen, ob du unter Elektrolytverschiebungen leidest, kannst du dies mit einer Blutuntersuchung feststellen lassen.

Wie kann ich den Elektrolythaushalt ausgleichen?

Elektrolyte nimmst du mit der Nahrung und mit Getränken auf. Bei einer gesunden und ausgewogenen Ernährung besteht in der Regel kein Mangel an Mineralstoffen. Bist du bei guter Gesundheit, funktionieren die Regulationsmechanismen des Körpers und halten die Elektrolytverteilung in einem physiologisch angemessenen Bereich. Bei einseitiger Ernährung oder bei Krankheit kann es jedoch sein, dass ein Elektrolytausgleich erfolgen muss. In milden Fällen gelingt das über die passende Ernährung. Eventuell wird dein Arzt dir auch Mineralstoffpräparate empfehlen, vor allem dann, wenn klinische Symptome eines Mangels auftreten. In schweren Fällen muss der Elektrolythaushalt durch Infusionen ausgeglichen werden. Verlierst du kurzfristig viele Elektrolyte (zum Beispiel beim Sport), erreichst du mit isotonischen Getränken einen Ausgleich.

Welche Ernährung unterstützt den Elektrolythaushalt?

Um den Elektrolythaushalt mit der richtigen Ernährung zu unterstützen, musst du zunächst wissen, welche Mineralstoffe dir fehlen oder welche im Überschuss vorliegen. Bei einer stark salzhaltigen Diät nimmst du Natrium im Überschuss zu dir. Dein Körper wird mit einem erhöhten Durstempfinden reagieren, um eine Wasseraufnahme anzuregen. Einen leichten Kaliummangel kannst du mit kaliumreichen Lebensmitteln sowie mit elektrolythaltigen Sportgetränken ausgleichen. Zu den passenden Lebensmitteln gehören:

  • Bananen
  • Kartoffeln
  • Avocados

Kalzium ist in vielen Milchprodukten enthalten, aber auch in

  • Brokkoli
  • Nüssen
  • Lachs
  • Reis

Achte zudem auf ausreichend Vitamin D. Magnesium findest du in

  • Nüssen
  • Hülsenfrüchten
  • Sojaprodukten
  • Kürbiskernen
  • Haferflocken
  • Kakao

Der Ernährungsberatungsvergleich für die Schweiz. Finde die besten Ernährungsberater in deiner Nähe - mit Preisen und Bewertungen!

Das könnte dich auch interessieren

Kartoffeldiät: Abnehmen mit der gesunden Knolle

Du liebst Kartoffeln in allen erdenklichen Variationen und kannst von Kartoffelstampf, Bratkartoffeln oder Tortilla gar nicht genug bekommen? Dann ist die Kartoffeldiät das Richtige für dich. Die Kartoffeldiät gibt es in verschiedenen Varianten. Bei einigen sind Beilagen wie Gemüse, Fisch und mageres Fleisch erlaubt. Dennoch ist diese Ernährungsform stark kohlenhydratlastig und wird deshalb von Ernährungsexperten nicht empfohlen. Du wunderst dich, wie du mit der als „Dickmacher“ bekannten Kartoffel abnehmen kannst? Ganz einfach, die Kartoffel enthält Kalium, das dem Körper Wasser entzieht. Über einen längeren Zeitraum solltest du die Kartoffeldiät aber nicht anwenden.

Low Carb Diät – die häufigsten Fragen und Antworten zum Abnehmen ohne Kohlenhydrate

Eine kohlenhydratarme Diät ist eine Ernährungsform, die den Konsum von Kohlenhydraten zum Abnehmen einschränkt. Der Begriff kommt aus dem Englischen und ist wörtlich mit „weniger Kohlenhydrate“ zu übersetzen. Studien zeigen, dass kohlenhydratarme Diäten zu Gewichtsverlust und verbesserten Gesundheitsmerkmalen führen können. Diese Diäten sind seit Jahrzehnten gebräuchlich und werden von vielen Ärzten empfohlen. In diesem Artikel erfährst du mehr über die sogenannte Low Carb Diät.

Essentielle Fettsäuren – unerlässlich für einen gesunden Körper

Wer sich mit gesundheitlichen Themen auseinandersetzt, der kommt an Vitaminen und essentiellen Fettsäuren nicht vorbei. Während Fett früher im Allgemeinen als schlechter Energielieferant verstanden und oft mit Übergewicht in Zusammenhang gebracht wurde, so weiss man heute, dass Fette zu einem gesunden Leben dazu gehören. Ganz besonders gilt das für die sogenannten essentiellen Fettsäuren. Essentiell bedeutet hier nichts anderes als lebenswichtig! Was essentielle Fettsäuren sind, wie sie sich untereinander unterscheiden und welche besonders gesund sind, erfährst du in diesem Artikel.

Abnehmen mit Hypnose – funktioniert das wirklich?

Übergewicht ist in der heutigen Gesellschaft ein zunehmendes Problem. Viele Menschen versuchen deshalb mit einer Diät abzunehmen. Doch sehr oft scheitert der Versuch, Gewicht zu verlieren oder der Erfolg hält nicht sehr lange an. Selbst wenn eine Diät erfolgreich ist und die Waage einige Kilo weniger anzeigt, nehmen viele Menschen nach der Gewichtsreduktion rasch wieder zu und wiegen danach nicht selten noch mehr als vor der Diät. Eine ganz andere Art des Abnehmens ist die Hypnosetherapie. Was man darunter versteht und ob diese Methode tatsächlich funktioniert, erfährst du in unserem Artikel.

Die Chylomikronen und ihre Funktionen im Körper

In unserer modernen Zeit weiss wohl jeder, was Proteine und Fettsäuren sind und welche Funktion diese Nährstoffe im Körper haben. Aber wo diese wichtigen Nährstoffe verwertet werden und wie sie an ihr Ziel gelangen, wird nur in Fachbereichen der Ernährungswissenschaften genauer behandelt. Dabei lässt sich dieser Vorgang eigentlich recht simpel darstellen. Im Folgenden beschreiben wir die Funktion der Chylomikronen bei der Verwertung wichtiger Nährstoffe genauer.

Flatulenz – ein anrüchiges Thema mit vielen unterschiedlichen Facetten

Die Flatulenz, ein medizinischer Begriff für Furz, Pups, Pfutzger, Darmwind, ist laut Duden eine „entweichende Darmblähung“. Jede und jeder kennt das und hat auch schon selbst damit zu tun gehabt. Mal sind Flatulenzen peinlich, mal lustig und manchmal auch ein Grund zu ernsthafter Besorgnis. Inwieweit sind Blähungen und Flatulenzen normal, wann nur unangenehm und lästig und wann musst du dir vielleicht wirklich Sorgen machen? Im folgenden Artikel tragen wir die wichtigsten Fakten zusammen.